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Sonntag, 27. November 2016

mTan Sicherheitsupdate - eine Spam Mail für ING-DiBa Kunden

Der tägliche Blick in den Spamordner hat sich mal wieder gelohnt. Heute gab es eine Spam Email, die sich an Kunden der ING-DiBa richtet. Dabei handelt es sich um die größte deutsche Direktbank mit ca. 8 Millionen Kunden - da ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, Kunden der Bank zu erreichen, auch wenn man nicht weiß, wer dort ein Konto nutzt.

Diesmal handelt es sich um ein angebliches "mTan Sicherheitsupdate". Viel wird nicht geschrieben, nur
"eine Verifizierung Ihrer Daten ist aufgrund eines Sicherheitsupdate erforderlich.
Dieser Schritt hat eine hohe Priorität und führt bei Nichtbeachtung zu einer vorläufigen Kontosperrung."
Ziemlich wenig Text für eine Mail von einer Bank. Auch wenn die Mail in vernünftigem Deutsch verfasst wurde, ist auch hier relativ deutlich sichtbar, dass es sich um SPAM handelt. 

Warum handelt es sich um Spam? 

1. die Mail ist sehr kurz - zu kurz, Banken versuchen schon zu erklären, warum Sie etwas tun sollen
2. es wird mit Kontosperrung gedroht 
3. als Absender wird @ing-diba.com  vorgetäuscht- diese Domain  gehört zur zwar der ING-DiBa, aber in Deutschland verwendet sie für Kunden nur die ING-DiBa.de
4. mit freundlichen Grüße - da fehlt ein "n" - das passiert Banken in der Regel nicht 
5. das eindeutigste Kriterium, es wird auf einen URL shortener verlinkt. D.h. sie sehen mit mouseover zwar die Adresse  - aber sie werden bei klick sofort an eine andere weitergleitet. Das machen Banken in emails auf keinen Fall. 
6. zu guter Letzt: Ich habe kein Konto bei der ING-DiBa - deswegen ist 100% klar, dass diese Email Spam ist. (auch wenn Sie als vielleicht ING-DiBa Kunde, die gleiche erhalten haben).
Also, wie immer - einfach löschen. Und bitte nicht auf den link klicken. 

Montag, 23. Juni 2014

Zinssenkung auf dem Extrakonto der ING-DiBA

Wie die ING-DiBa bekannt gegeben hat, wird zum ersten Juli die Verzinsung auf Deutschlands populärsten Tagesgeldkonto für bestehende Kunden von aktuell 1,00% p.a. auf 0,80% p.a. abgesenkt. Als Begründung gibt die Bank, die erneute Leitzinssenkung der EZB im Juni, sowie die Lage auf dem Interbankenmarkt, sowie Wettbewerbsgründe an. Sparern bleibt in so einer Situation nur, auf Angebote mit möglichst langen Zinsgarantien zu setzen. Ein Ende der Niedrigzinsphase ist in des weiterhin nicht absehbar. EZB Chef Draghi kündigte vor kurzem an die Leitzinsen noch bis mindestens 2016 auf einem sehr niedrigen Niveau zu belassen. Auch viele andere Banken haben seit der EZB Zinssenkung ihre Tagesgeldzinsen weiter reduziert.

Donnerstag, 15. Mai 2014

Direktbanken hübschen Girokonto auf

Während bei den Tagesgeldkonten seit gefühlt einer Ewigkeit keine Neuigkeiten mehr aufkamen, geben die Banken nun beim Girokonto richtig Gas. Ab 16. Mai erhöhen gleich 2 Direktbanken, das Startguthaben beim Girokonto mit Gehaltseingang. Die Münchner Direktbank DAB hatte erst vor einem Monat die Gehaltsprämie von 50 € auf 70 € angehoben - der gewünschte Effekt scheint ausgeblieben zu sein. Die Prämie von 70 € sollte für alle gelten, die das Konto bis Ende Juni eröffnen - doch nun - Mitte Mai - wird die Prämie um nochmal 20 € auf insgesamt 90 € Prämie angehoben. Einzige Bedingung ist es, innerhalb der ersten 6 Monate nach Kontoeröffnung, 3 aufeinanderfolgende Gehaltseingänge über 800 € zu verzeichnen. Im siebten Monat gibt es dann die Prämie.

Ebenfalls die Prämie erhöhen, will die Frankfurter Direktbank 1822 Direkt. Die Tochter der Frankfurter Sparkasse bietet aktuell noch 50 € für Neukunden bei Gehaltseingang auf dem Girokonto. Die Erhöhung auf 80 € schein genau auf den Wettbewerb abgestimmt zu sein - schließlich bieten aktuell auch schon die ING-DiBa 75 € für Neukunden mit Gehaltseingang und eben bis heute die DAB 70 € (ab morgen aber dummerweise 90 €).

Worauf ist dieses Verhalten zurückzuführen? Aktuell wirbt auch die Commerzbank noch stärker um Girokonto Neukunden. Nachdem das Modell der Tochter Comdirect erfolgreich kopiert wurde, bietet die Commerzbank nun "für kurze Zeit" sogar 100 € für Neukunden, die bestimmte Bedingungen erfüllen. Klar, dass das auch auf die Direktbanken Einfluss hat.

Sehr interessant dabei ist, dass die DKB sich nach wie vor nicht auf diese Prämienspielereien einlässt. Neukunden bei der DKB erhalten keine Prämie - aber ein sehr gutes Konto. Das ist vermutlich der Lohn dafür, dass die DKB bereits seit fast acht Jahren mit diesem Kontomodell am Markt ist - Girokonto - Newcomer wie die DAB müssen sich da eben etwas einfallen lassen ;-)

Schwer scheint es auch die Volkswagen Bank mit dem Girokonto gehabt zu haben. Die Bank verlangt für ein kostenloses Girokonto einen Mindestgeldeingang von monatlich 1.000 € und bis vor kurzem kostetet die Visakarte noch stolze 33 € Jahresgebühr - durchaus verständlich, wenn angesichts vieler Girokonten inklusive kostenloser Kreditkarte viele Kunden die Volkswagenbank igonrieren. Doch auch hier hat die Bank nun gegen gesteuert. Inzwischen gibt es zum Girokonto die kostenlose Visa Pur dazu, mit der man sogar in Euro Ländern kostenlos Geld abheben kann.

Freitag, 28. Februar 2014

Zinsänderung auch bei der Audibank - Kosmektik auch bei der ING DiBa

Wie bereits vermutet, wird am kommenden Montag auch die Audibank dem Beispiel der Volkswagenbank folgen und den Neukundenzins von 1,25% p.a. auf 1,4% p.a. erhöhen. Gleichzeitig wird die Dauer der Zinsgarantie von 6 Monaten auf 4 Monate verkürzt. Kunden fallen bei der Audibank und bei der Volkswagenbank nach Ablauf der Zinsgarantie von 1,4% p.a. ziemlich hart auf 0,60% p.a. Solch kosmetische Eingriffe scheinen in der letzten Zeit an Beliebtheit zu gewinnen. Bereits im vergangenen Jahr hatte die ING-DiBa den Zeitraum der Zinsgarantie von 6 Monaten auf 4 Monate reduziert. Zum ersten März folgt der nächste Streich bei der ING-DiBa: Erhielten Kunden der beliebten Direktbank bisher für Beträge bis zu 1 Mio Euro den "Bestandskundenzins" von 1% - so sinkt diese Grenze nun deutlich auf 250.000 € - Die Masse der Kunden wirds nicht interessieren - einige aber schon. Beträge über 250.000 € werden mit 0,5% p.a. verzinst.

Donnerstag, 27. Februar 2014

Zinssenkungen auf breiter Front - und eine kleine Ausnahme

Aktuell scheint wieder eine kleine Zinssenkungswelle bevor zu stehen. Nachdem die ING-DiBa bekannt gegeben hat, am 01. März den Tagesgeldzins für Neukunden auf dem Extrakonto auf 1,25% p.a. zu reduzieren, haben sich in den letzten Tagen diverse Banken aus der Deckung gewagt. Bereits am 27.02. senkte die AKF Bank den Tagesgeldzins von 1,30% p.a. auf nur noch 1,15% p.a. und die Advanzia Bank reduzierte von 1,3% auf 1,2% p.a. Am 28.02. geht es weiter mit Cortal Consors - hier wird der Neukundentagesgeldzins von 1,4% behutsam auf 1,3% p.a. zurück genommen. Einen Tag später senkt die ING-DiBa den Tagesgeldzins auf 1,25% und am Montag den 03.03. geht es weiter mit der Zinssenkung bei der ABC Bank. Hier wird der Tagesgeldzins von 0,75% p.a. um ein ganzes Drittel auf 0,5% p.a. zurück genommen. Ebenfalls am Montag nimmt auch die Volkswagenbank eine Änderung am Tagesgeldkonto vor. Hier wird die Zinsgarantie für Neukunden von 6 Monaten auf 4 Monate reduziert. Eine Entwicklung die die ING-DiBa schon vor einem Jahr vollzog. Gleichzeitig erhöht die Volkswagenbank den Tagesgeldzins von 1,25% p.a. auf 1,4% p.a. - Nachdem die Bonussparwochen der VTB Direktbank auslaufen und der Neukundenzins hier von 1,5% wieder auf 1% p.a. zurückfällt, setzt sich die Volkswagenbank optisch an Platz Eins der Tagesgeldvergleiche. Am 05. März gehts dann weiter mit der Bank of Scotland. Wie schon angekündigt, senkt die Bank of Scotland nun den Tagesgeldzins für alle Kunden von 1,2% auf 1,1% p.a. Und auch damit ist noch nicht Schluss: Die pbb direkt senkt am 12. März den Tagesgeldzins von 1,2% p.a. auf nur noch 1,0% p.a. - wer senkt als nächstes?

Montag, 17. Februar 2014

Zinssenkung bei der ING DiBa angekündigt

Der Tagesgeldmarkt hat wieder an Fahrt gewonnen. Leider geht es immer noch deutlich abwärts. Nachdem die ING DiBa das Neukundenangebot von "1,5% p.a. für 4 Monate" recht lange durchgehalten hat, wurde am Wochenende eine Zinssenkung auf 1,25% p.a. bekannt gegeben. Die Zinssenkung wird zum 01. März wirksam und betrifft nur das Neukundenangebot.

Montag, 18. November 2013

Rabo Direct senkt Tagesgeldzinsen - jetzt wirklich

Nachdem die Rabo Direct schon vor einigen Tagen für den 18.11. eine Zinssenkung beim Tagesgeld von 1,5% auf 1,3% p.a. angekündigt hatte, passierte nichts. Die Ankündigung verschwand unkommentiert wieder von diversen Vergleichsseiten. Heute wurde dann also in einem zweiten Anlauf eine Zinssenkung auf nur noch 1,3% p.a. für alle Kunden für den 28. November angekündigt. Aktuell bieten noch Renault Direkt Bank und ING-DiBa 1,5% p.a. - mal sehen wie lange noch.

Montag, 11. November 2013

Zinssenkung beim Tagesgeldangebot von Cortal Consors

Keine Woche ist vergangen seit die EZB den Leitzins von 0,5% auf 0,25% halbiert hat, schon reagiert die erste Bank und senkt den Tagesgeldzins. Wie heute bekannt wurde, plant Cortal Consors den Neukunden-Tagesgeldzins von aktuell 1,5% p.a. auf 1,4% p.a. zurück zu nehmen. Damit verlässt Cortal Consors die Spitzengruppe beim Tagesgeld.

Auch weiterhin bieten die Rabo Direkt, Renaultbank Direkt und die ING DiBa 1,5% p.a. aufs Tagesgeld. 

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Zinserhöhung bei Wüstenrot Direct und Cortal Consors - Net M Privatbank wieder da.

Langsam scheint sich der Abwärtstrend beim Tagesgeld etwas zu verlangsamen, wenn nicht sogar ein klein wenig Gegenwind aufkommt. Die vor einigen Wochen aus dem Tagesgeldmarkt getretene Net M Privatbank hat sich mit nur noch 1,3% zurück gemeldet und freut sich auf neue Kunden. Jedoch, wird die Bank sicherlich nicht mehr so einen Ansturm erleben, wie noch mit 1,6% - schließlich gibt es aktuell eine Reihe etablierter Onlinebanken die mit 1,45 - 1,5% p.a. die Spitze verteidigen. Während Rabobank und Renault Bank Direkt 1,5% p.a. unbefristet für alle Kunden anbieten (was bedeutet, dass es auch für alle Kunden bei einer Zinssenkung bergab geht) - bietet die ING Diba für Neukunden eine Zinsgarantie für 1,5% p.a. - allerdings nur für 4 Monate, danach fallen die Kunden schon auf 1,0% herab. Dicht gefolgt sind die 3 Spitzenreiter von MoneYou, welche immerhin 1,45% p.a. bietet. Ein kaum wahrnehmbarer Unterschied zum Spitzenfeld. Wie heute bekannt wurde, gesellt sich ab Dienstag nächster Woche, genauer gesagt, ab 15.10.2013, Cortal Consors mit 1,5% p.a. für Neukunden zur Topposition. Die Bezeichnung 1,5% per anno macht hier auch besonders Sinn, denn das Institut spricht eine Zinsgarantie (bis zu 50.000 €) für ein ganzes Jahr aus. Eine weitere Zinserhöhung gab es schon vor einigen Tagen bei Wüstenrot Direct. Das Unternehmen bietet allerdings nur vorrübergehen 1,25% p.a. - garantiert für 4 Monate bis zu 20.000 €. Mit Blick auf das zuvor erwähnte Spitzenfeld, ein Angebot, das man auslassen kann.

Montag, 24. Juni 2013

Bald keine kostenlosen Girokonten mehr?

"Banken wollen kostenlose Konten abschaffen" titelt die Wirtschaftswoche heute in ihrer Onlineausgabe. Demnach hat eine Umfrage unter Privatbanken ergeben, dass 46% der Institute erwarten, dass kostenlose Girokonten verschwinden werden. Diese Aussage muss allerdings sehr deutlich in Frage gestellt werden. Vermutlich handelts es sich dabei auch eher um Wunschdenken als um eine handfeste Annahme.
Das Girokonto bietet für eine Bank eine sehr angenehme Geschäftsgrundlage. Einerseits wechseln Kunden ihr Girokonto nicht so häufig wie ein Sparkonto und anderseits bietet ein Girokonto die perfekte Grundlage einem Kunden weitere Produkte anzudienen. Entscheidet sich der Kunde während seiner Geschäftsbeziehung auch noch für den ein oder anderen Kredit, um den Dispo abzulösen, oder lässt sich der Kunde die eine oder andere Versicherung verkaufen, ist die Welt für "die Bank" völlig in Ordnung. Diese Rechnung geht nur für viele Filialbanken seit längerer Zeit nicht mehr auf. Einerseits sind die Kunden durch Finanzkrise und diverse Fehlberatungen misstrauischer geworden, anderseits haben viele Kunden inzwischen Tagesgeldkonten bei Direktbanken oder Kredite bei besonderen Kreditbanken. Wird das Auto bei der Autobank gleich mitfinanziert, schaut die Hausbank natürlich in die Röhre. Wenn also nur das Girokonto bei der Hausbank - alles andere aber verstreut bei Spezialisten oder Direktbanken liegt, geht die Kalkulation für die Hausbank nicht mehr auf.
Direktbanken sind überhaupt das Stichwort. Hier lässt sich sogar ein gegenläufiger Trend erkennen. Die Comdirect Bank hat schon vor Jahren den Mindestgeldeingang beim Girokonto gestrichen, im Februar 2013 folgte auch die Münchner DAB Bank und im April 2013 verkündete auch Cortal Consors das kostenlose Girokonto ohne Mindestgeldeingang. Auch bei ING-DiBa, DKB, Netbank, 1822direkt, Norisbank und Wüstenrot direct erhalten Kunden ein gebührenfreies Girokonto. Auch viele genossenschaftlich organisierte Banken bieten seit Jahren ihren Kunden ein kostenloses Girkonto an - und fahren gut damit. Bedingung ist hier jedoch oft, einen Genossenschaftsanteil zu kaufen. Dieser wiederum ist meist gut verzinst - alles also kein Problem.
Und auch bei den Filialbanken ist die Sicht eher zweigeteilt. Die Postbank experimentiert immer mal wieder mit völlig kostenlosen Girokonten, macht aber ständig neue, komplizierte Aktionen. Die Hypovereinsbank hat gerade wieder ihr kostenloses Online Girokonto gestärkt, bietet aber auch noch weitere gebührenpflichtige Konten an. Auch die Targobank fährt mehrgleisig. Einerseits wurde dieses Jahr das kostenfreie Onlinekonto aufgeräumt, andererseits gibt es auch weiterhin gebührenpflichtige Konten für Kunden die gern mal eine Filiale betreten. Die Commerzbank wirbt am offensivsten mit einem kostenlosen Girkonto, koppelt dieses jedoch an einen Mindestgeldeingang - die Erfolge stellen sich aber nur langsam ein, Geld wird noch nicht verdient.
Wer bleibt also übrig? Die Deutsche Bank hatte offiziell noch nie ein kostenloses Girokonto und fährt sicherlich gut damit, solange die Masse der Kunden die Gebühren nicht in Frage stellt. Die Santanderbank hat bei der Integration der SEB viel Porzelan zerschlagen und sucht noch immer nach dem richtigen Weg. Fakt ist auch, dass viele kleinere Institute - gerade kleine Sparkassen - sicherlich nie ein kostenfreies Girokonto gewinnbringend realisieren können. Schließlich werden die Banken seit Jahren mit den unterschiedlichsten aufsichtsrechtlichen Anforderungen und kundenseitigen Ansprüchen in teure Investitionen getrieben. Egal ob die Umstellung auf Sepa, erhöhte Eigenkapitalrichtlinien oder auch noch die 5. App für das 5. Smartphone-Betriebssystem - diese Kosten kann man nur durch Masse stemmen, was sicherlich zu einer weiteren Konsolidierung bei kleineren Instituten führen wird.
Aus Kundensicht besteht aber erstmal keine Gefahr. DKB, Comdirect und ING-DiBa verdienen sicherlich inzwischen gutes Geld mit ihren kostenlosen Girokonten und die anderen Direktbanken wollen wachsen. Solange es in Deutschland einen so harten Wettbewerb um Kunden gibt, wird immer auch ein kostenloses Girokonto drin sein. Im Endeffekt muss sich jeder Kunde selbst die Frage stellen, welchen Service er will und wieviel ihm das wert ist. Wenn man aber erstmal begonnen hat, seine Geschäfte online zu erledigen und durch die Anrufe des Bankberaters eher genervt als erfreut ist, ist es nicht mehr weit bis zum Wechsel zu einer Direktbank.
Gedanken machen müssen sich im Endeffekt die alteingesessenen Filialbanken - hier gibt es sicherlich noch immer Spielraum für Kooperationen, Fusionen, Prozessvereinfachungen oder alternative Geschäftsmodelle.

Dienstag, 7. Mai 2013

Einstellung des Geschäfts mit Karten und Konten: Was Allianzbank-Kunden jetzt beachten müssen

Wie bereits berichtet plant die Allianzbank das Bankgeschäft mit Karten, Konten, Einlagen und Krediten zum Juli 2013 einzustellen. Kunden die bisher nicht aktiv geworden sind, sollten sich im Mai dringend mit dem Wechsel ihres Girokontos auseinandersetzen. Eine Kontoeröffnung braucht ein paar Tage/Wochen und die Ummeldung von Gehaltszahlungen, Daueraufträgen und Lastschriften ist auch nicht innerhalb eines Tages erledigt. Im Rahmen des Bankwechsels sollten sich Kunden auch die Frage stellen ob sie weiterhin auf einen persönlichen Ansprechpartner zählen wollen oder ob sie nicht in Zukunft auch bei einer Direktbank gut aufgehoben wären. Grundsätzlich sollten Sie sich auch die Frage stellen ob Sie in Zukunft noch Kontoführungsgebühren zahlen möchten: Wenn Sie sich schon mit einer neuen Bank auseinandersetzen sollen, sollten Sie doch auch etwas davon haben oder?
Völlig frei von Kontoführungsgebühren sind beispielsweise die Girokonten der Comdirect, Cortal Consors, DAB Bank, DKB, ING-DiBa und der Netbank. Auch stellt sich die Frage wo Sie in Zukunft welche Geldautomaten nutzen können. Nicht immer ist der Wechsel zur nächstgelegenen Filialbank erforderlich um auch den nächsten Geldautomaten nutzen zu können. Viele Direktbanken bieten inzwischen sehr praktische Lösungen für das Bargeldabheben an Fremdautomaten durch die Nutzung von kostenfreien Kreditkarten. Auch in Supermärkten kommt der Kunde von heute an Bargeld: Bei Rewe und Penny können Sie bei EC Karten Zahlung ab 20 Euro Einkaufswert gleich noch bis zu 200€ Bargeld mitnehmen - Weg zum Automaten gespart - Abhebungsgebühren gespart. Feine Sache.
Wenn Sie weiterhin eine Filialbank bevorzugen sollten Sie auch hier genau überlegen, was Sie (bezahlen) wollen. Viele genossenschaftlich organisierte Banken bieten kostenlose Girokonten, wenn man für ca. 50€ Genossenschaftsanteile der jeweiligen Bank kauft. Wenn Sie einen gewissen Mindestgeldeingang vorweisen können gibt es auch bei Commerzbank, Hypovereinsbank, Targobank, Postbank und einigen Sparkassen kostenfreie Konten. Im Gegensatz zu Direktbanken sind die Konditionen der Filialbanken aber durchschnittlich schlechter: Kreditkarten sind selten ohne Mindestumsatz kostenfrei und auf ein dauerhaft gutverzinstes Tagesgeldkonto sollten Sie bei Filialbanken auch nicht hoffen. Im Gegenzug sind die Dispozinsen aber meist höher als bei Direktbanken. Sollten Sie sich eine Filialbank aussuchen, können Sie übrigens über Barclaycard eine kostenlose Visakreditkarte beantragen - diese bucht dann von Ihrem Girokonto ab und ist kostenlos. Bargeld abheben können Sie mit der Karte auch noch im gesamten Euroraum gebührenfrei. Sollten Sie sich für eine Direktbank entscheiden, benötigen Sie diesen Umweg über Barclaycard in der Regel nicht.

Nach EZB Leitzinssenkung - jetzt gehts ab(wärts).

Die Leitzinssenkung der europäischen Zentralbank am vergangenen Donnerstag auf nur noch 0,5% p.a. hat wie erwartet eine weitere Welle an Zinssenkungen beim Tagesgeld ausgelöst.
Bereits am 06.05.13 reduzierte die Valovis Bank den Zins von 1,25% p.a. auf nur noch 0,75% p.a. 
Heute senkte die niederländische Yapikredi den Zins von 1,9% p.a. auf nur noch 1,5% p.a. Ebenfalls heute senkte die Credit Europe Bank den Zins von 1,1% auf nur noch 1,0% p.a.
Für Mittwoch den 08. Mai 2013 hat die VTB Direktbank eine Zinssenkung von 1,2% p.a. auf nur noch 1,0% p.a. angekündigt. Damit hält die Bank die Anfang 2012 noch mit 40€ Startguthaben und 2,7% p.a. aufs Tagesgeld warb weiterhin deutlich Abstand zum Spitzenfeld. Ebenfalls am 08.05.2013 wird Barclays den Zins aufs Leitzins Plus Tagesgeld Angebot auf nur noch 0,75% p.a. reduzieren. Auch Barclays ist noch relativ neu am Markt und nach anfänglichen Top-Konditionen scheinbar nicht mehr an neuen Kunden interessiert.
Für den 10. Mai haben die Denizbank (1,55% p.a. auf 1,40% p.a.), die Deutsche Skatbank (0,75% p.a. auf 0,5% p.a.) und die Garantibank (1,55% p.a. auf 1,5% p.a.) Zinssenkungen angekündigt.
Am 15. Mai wird die Ziraat Bank den Tagesgeldzins von 1,35%p.a. auf nur noch 0,85% p.a. reduzieren.

Weitere Zinssenkungen werden sicherlich in den nächsten Tagen folgen. Kunden die sich gegen die Zinssenkung absichern wollen, sollten daher nach Banken mit Zinsgarantie Ausschau halten und nicht mehr zu lange mit dem Abschluss bzw. Antrag warten.
Doch auch bei Zinsgarantien lohnt sich der Vergleich: Die ING-DiBa hat kürzlich den Garantiezeitraum auf nur noch 4 Monate verringert. Aktuell werden unter anderem von Cortal Consors (12 Monate), Volkswagenbank/Audibank (6 Monate) und der 1822direkt (6 Monate) respektable Garantien für einen Zins ausgesprochen. Vorteil für den Kunden ist, dass die Garantie nur einseitig gilt. Die Bank ist an den Zins gebunden - der Kunde kann sein Geld vom Tagesgeldkonto abziehen, wann immer ihm danach ist.

Montag, 11. März 2013

Zinssenkung bei der 1822direkt, ABC Bank, VW Bank und bei der VTB Direkt

Wenn die ING-DiBa den Zins reduziert, scheint das für einige Online Banken die gleiche Bedeutung zu haben, wie eine Leitzinssenkung - da kann man schonmal mitziehen. Nachdem letzte Woche bekannt wurde, dass die ING-DiBa den Tagesgeldzins für Neukunden am 12.03.2013 von 1,75% auf 1,5% p.a. reduzieren wird, sind nun einige Wettbewerber schnell nachgezogen. Die 1822direkt, als Tochter der Frankfurter Sparkasse hatte erst vor 2 Wochen den Zins auf 1,65 p.a. reduziert - nun geht es weiter abwärts auf 1,5% p.a. Die VTB direkt, die bereits seit einiger Zeit 1,5% p.a. bot, scheint nicht mit den beiden Zinssenkern auf einer Stelle stehen zu wollen, denn die VTB senkt am Donnerstag gleich von 1,5% auf nun 1,3% p.a. Und auch in der zweiten Reihe geht es abwärts: Die weniger bekannte ABC Bank senkt von 1,3% auf nun 1,0% p.a. Die Volkswagenbank scheint mit aktuell 1,6% p.a. gern noch ein paar Neukunden mitzunehmen - Bestandskunden (abgesehen von solchen mit Zinsgarantien) erhalten ab dem 13.03. statt aktuell 1,1% p.a. nur noch 0,9% p.a. Gleiches wird vermutlich auch bei der Schwester Audibank umgesetzt.
Mal sehen wer als nächstes senkt. Nachwievor scheint es für Interessenten daher ratsam zu sein auf Zinsgarantien zu achten um nicht von der nächsten Zinssenkung erwischt zu werden.

Interessant ist, dass einige Banken langsam immer hektischer mit ihren Zinssenkungen werden - gerade bei der Denizbank und bei der 1822 direkt fällt der kurze Abstand zwischen aktueller und letzter Zinssenkung auf. Beständigkeit scheint aktuell nicht mehr so viel zu zählen.

Donnerstag, 7. März 2013

Zinssenkung beim Tagesgeldangebot der ING-DiBa für Neukunden

Jetzt also auch wieder die DiBa. Nachdem die EZB heute beschlossen hat, den Leitzins bei 0,75% p.a. zu lassen, senkt die DiBa trotzdem. Noch vor einem Jahr hatten viele Banken den EZB Leitzins gern als Argument für eine Zinssenkung heran gezogen. Aktuell scheint das keine Rolle mehr zu spielen. Am Dienstag den 12.03.2013 senkt die Diba also den Zins für Neukunden von aktuell 1,75% p.a. auf dann 1,5% p.a. Bestandskunden erhalten keinen (weiteren) Grund zur Sorge - hier bleibt der Zins bis auf weiteres bei 1,0% p.a.

Dienstag, 12. Februar 2013

Zinssenkung beim Tagesgeld für Bestandskunden bei der ING-DiBa

Die ING-DiBa als eine der größten deutschen Direktbanken senkt den Zinssatz beim Tagesgeldkonto "Extrakonto". Der Zins sinkt von 1,25% p.a. auf 1,00% p.a. Auch wenn es nur eine Reduzierung um 0,25% p.a. ist, bedeutet es doch für die Kunden in Zukunft 20% weniger Tagesgeldzins als vorher.

Mittwoch, 9. Januar 2013

Payback mit neuer Kreditkarte von American Express

Nachdem das Kreditkartenunternehmen American Express Anfang 2011 die deutsche Firma Loyality Partner und das durch diese betriebene Prämienprogramm PAYBACK übernommen hat, wurde  nun die neue Payback Kreditkarte vorgestellt. Diese wird zur Zeit parallel mit der  etwas günstigeren Payback Visa angeboten. American Express Kreditkarten konnten sich in Deutschland bisher nicht gegenüber Mastercard und Visa durchsetzen. Nachdem 2011 bereits 59% der Deutschen Haushalte über eine Payback Karte verfügten, ist es durchaus möglich, dass American Express durch diese Akquisition seine Verbreitung in Deutschland deutlich ausbauen kann. Ob die Payback-Amex jedoch dem Kunden was bringt, muss jeder für sich selbst beantworten. Im ersten Jahr ist die Karte kostenlos - im zweiten Jahr kostet die Karte happige 40 Euro Jahresgebühr. Man sammelt durch den Karteneinsatz pro 2 Euro Umsatz einen Payback Punkt. Bei zwei persönlichen Premiumpartnern sogar einen Punkt pro Euro Umsatz. Wenn man sich nun in Erinnerung ruft, dass 1 Paybackpunkt ca. einem Cent entspricht, wird klar wieviel man damit umsetzen muss um auch nur auf Null Euro im Jahr zu kommen. 4000 Euro Umsatz bei den 2 Premiumpartnern im Jahr oder aber 8000 Euro Umsatz bei anderen Kartenzahlungen sind nicht wenig - dann ist man gerade mal bei 0 Euro angekommen. Wenn man dann noch berücksichtigt dass Kartenzahlungen an Tankstellen nicht zählen, wird es wirklich schwer den Kundennutzen dieser Karte zu entdecken. Neben den völlig kostenlosen Kreditkarten (zum Teil nur in Verbindung mit kostenlosem Girokonto) von z.B. DKB, Comdirect, ING-DiBa, Norisbank, Ikanobank oder Advanzia sieht die Karte relativ alt aus. Und auch wer Wert auf Bonuspunkte oder Rabatte legt ist mit der DKB Kreditkarte mit kostenlosem Bonusprogramm besser bedient. Auch die gebührenpflichtigen Miles & More Kreditkarten oder die cardNmore von Barclaycard und Netto sollte man sich im Zweifel im Vergleich anschauen.
Fazit: Strategisch klug für American Express, aber eher nicht für den Kunden.

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Zinsen beim Tagesgeld - und was noch?

Die Zinsen beim Tagesgeld befinden sich aktuell im Sinkflug, deswegen sind Startguthaben-Aktionen um so spannender. Die Bank of Scotland hat ihr Startguthaben in Höhe von 30 Euro gerade auslaufen lassen und die ING-DiBa bietet immerhin 20 Euro Startguthaben zum Extrakonto wenn man 5000 Euro überweist.
Zugaben gibt es bei verschiedenen Banken z.B. noch über Check24, wobei man sich ernsthaft fragen muss, was man dann mit einem 60 Euro Reisegutschein anfangen kann. Interessant sind aber auch Lufthansa Prämienmeilen. Hier kommen z.B. Cortal Consors und die Bank of Scotland in Frage. Die Bank of Scotland bietet zum kostenlosen Tagesgeldkonto mit 1,8 bzw. bald 1,6% Zinsen p.a. noch 2.500 Prämienmeilen. Cortal Consors bietet nicht nur mehr Zinsen (2,0% p.a. bis 50.000 Euro für 12 Monate) sondern mit 2.600 Prämienmeilen für Neukunden auch noch ein paar Meilen mehr. Ebenfalls interessant ist das Buhl Bonusprogramm. Hier bekommt man zum Cortal Consors Tagesgeld noch 25 Euro dazu - zum Girokonto der Postbank sogar - unter bestimmten Bedingungen ganze 100 Euro. Aber Vorsicht: Gerade ein Girokonto sollte man nicht von einer einmaligen Prämie abhängig machen.

Zinssenkungen beim Tagesgeld der ING-DiBa, Netbank, VTB Direkt

Und weiter geht das Zinskarussel nach Süden. Nachdem die Bank of Scotland nun zum 19.12. eine weitere Zinssenkung angekündigt hat, ist der Platzhirsch ING-DiBa nachgezogen. Bereits am 12.12.12 wurde der Zinssatz für Tagesgeld-Neukunden von aktuell 2,0 % p.a. auf 1,75 % p.a. reduziert. Die Zinsgarantie gilt für 6 Monate für Neukunden. In Kürze läuft auch die Startguthaben Aktion aus.
Ebenfalls recht kurzfristig kamen die Zinssenkungen beim Tagesgeld der Netbank und der VTB-Direkt. Die Netbank senkt Ihren Zins von 1,0% p.a. auf 0,75% p.a. und die VTB direkt senkt ihren Zins von 1,75% p.a. auf 1,5% p.a. - offensichtlich will niemand gern oben stehen im Zinsranking ;)

Montag, 30. Juli 2012

Zinssenkungen bei ING-DiBa, Bank of Scotland und MoneYou

Diese Woche reduzieren gleich 3 Schwergewichte auf dem deutschen Tagesgeldmarkt Ihren Zins:
Die Bank of Scotland macht am 31.07.2012 den Anfang und reduziert Ihren Tagesgeldzins von derzeit 2,25% p.a. für alle Kunden auf nur noch 2% p.a.
Am 01.08.2012 folgt die Tagesgeldbank in Deutschland schlechthin: Die ING-DiBa reduziert ihren Neukundenzins beim Extrakonto von 2,25% auf 2% p.a. - Weiterhin gilt, dass dieser Zins Neukunden vorbehalten ist und nur für 6 Monate garantiert wird. Alle anderen müssen sich mit den Standard Tagesgeldkonditionen der ING-DiBa zufrieden geben. Dieser wird am 01. August 2012 ebenfalls reduziert. Von Aktuell 1,5% p.a. bleiben dann noch 1,25% p.a. übrig.
Mit MoneYou senkt dann die jüngste Tagesgeldbank in der Runde den Zins einen Tag später am 02.08.2012. Die Abn-Ambro Tochter senkt den Zins von 2,45% p.a. auf dann 2,35% p.a. - dieser gilt weiterhin für alle Kunden und ist variabel.

Donnerstag, 14. Juni 2012

DKB City-Cashback: DKB Kunden sparen jetzt auch vor Ort - DKB verändert Bankenlandschaft

Die DKB Deutsche Kreditbank scheint sich für Ihre Kunden immer mehr bezahlt zu machen. Zu dem vielfach ausgezeichneten und gebührenfreien DKB Cash Konto, welches seinen Kunden weltweit kostenloses Bargeld abheben ermöglicht, ist nun ein weiterer Service gekommen.
In aktuell 20 Städten erhalten Kunden in speziellen Partnerunternehmen Rabatt wenn sie einfach nur ihre DKB Kreditkarte vorzeigen. Nachdem die DKB bereits im Januar den Markt der Online Cashback Anbieter wie zum Beispiel Andasa GmbH durcheinander gewirbelt hat, steigt die Bank nun auch in den Wettbewerb um die lokalen Schnäppchen ein. In welcher Form sich das für die Bank, über die Kundenzufriedenheit hinaus, lohnt, ist aktuell noch nicht ersichtlich. Während beim Online Cash Back die Bank einen Teil der Verkaufsprovisionen für sich behalten und - dank mehr als 2 Millionen Kunden - sicherlich adäquate Einnahmen erzielen kann, scheint es sich bei den lokalen Rabatten für die Kunden um einen Service zu handeln der das Profil der Bank abrundet und einen neuen USP gegenüber Wettbewerbern generiert.
Damit geht die Bank auf direkten Konfrontationskurs mit Unternehmen wie der merkonic GmbH aus Berlin (Schnäppchenportal Allmaxx) oder der 4students AG bzw. der Card4you GmbH aus Augsburg, die beide schon mehrere Jahre auf dem Gebiet der "vor Ort Rabatte" aktiv sind. Pikanter Weise haben beide Unternehmen auch schon mit der DKB kooperiert. Das Geschäftsmodell der Card4you GmbH scheint aktuell noch immer hauptsächlich darauf ausgerichtet zu sein die eigene  Rabattkarte in Kombination mit einem DKB Konto zu "verkaufen" und für den Vertrieb einmalig (und eventuell jährlich) Provision für dieses Konto zu erhalten. Wenn die DKB ihren Service bundesweit ausrollt, werden die Kunden aber bald keinen weiteren Bedarf mehr an einer zusätzlichen Rabattkarte haben, und die Card4you GmbH wird einen echten USP verlieren. Da es sich aber - zumindest bei den überregionalen Partnern - um die gleichen Partner handelt die auch auf der Card4you GmbH Seite genannt sind (z.B. Sixt, Mrs Sporty, Hertz, NH Hotels, Supercut, Euromaster etc.), liegt die Vermutung nahe, dass die Card4you GmbH eventuell sogar für die DKB das Konzept realisiert hat. In der Vergangenheit hatte die Card4you GmbH bereits einmal für die Privatkundensparte der SEB Bank eine solche Kooperation realisiert. Allerdings wurde damals noch eine spezielle co-gebrandete EC-Maestro-Karter herausgegeben, die den Rabattvorteil signalisierte.
Ab sofort können Kunden in Augsburg, Berlin, Düsseldorf, Erfurt, Erlangen, Frankfurt am Main, Hamburg, Heidelberg, Köln, Konstanz, Leipzig, Magdeburg, Mainz, Mannheim, München, Nürnberg, Potsdam, Rostock, Stuttgart und Wiesbaden von dem Rabatt profitieren. Da die Card4you GmbH noch in vielen weiteren Städten Partner-Unternehmen hat, ist davon auszugehen, dass die DKB ihren Service bald Deutschlandweit ausrollen wird. Gerade auch vor dem Trend zur Mobilität und den mobilen Rabatten ist die Weiterentwicklung dieses Angebots durchaus beobachtenswert. Eine Smartphone App für iPhone und Android direkt von DKB mit intergrierter Vor-Ort-Schnäppchen-Suche und Geldautomaten-Anzeige wäre nun eigentlich der nächste Schritt. 

Spannend wird sein, wie Wettbewerber, wie die Comdirect und die ING-DiBa, mittelfristig auf diesen Vorstoß reagieren werden. Nachdem die DKB bereits vor ca. 7-8 Jahren mit ihrem Weltweit-kostenlos-Geld-abheben-Service den deutschen Girokonto-Markt revolutionierte, dauerte es mehrere Jahre bis Comdirect und ING-DiBa mit ähnlichen, fast genauso guten Angeboten nachzogen. Mit der Positionierung über ein sehr gutes kostenloses Girokonto hinaus, als Rabatt-Konto (an dem die Bank trotzdem verdient) hat die DKB eine sehr große Innovation am deutschen Girokonto Markt eingeleitet. Es gab zwar schon vorher halbherzige Versuche Rabatte mit einm Konto zu verknüpfen, diese sind aber aus den folgenden Gründen irrelevant: entweder gab es zu wenig Reichweite, weil die Bank zu klein und das Angebot zu exklusiv war (SEB) oder das Angebot war von vornherein unattraktiv weil es zu wenig Partner beinhaltet (Deutsche Bank Best Konto - 5% Rabatt auf Reisebuchungen..."). 

Faszinierend ist vor allem, dass gerade die Online Cashback Integration es der Bank ermöglicht, ein Girokonto mit Kampfkonditionen anzubieten und dennoch zunehmend die Erträge pro Kunde zu steigern, ohne mehr oder weniger aufdringlich auf Cross Selling von Bankprodukten zu setzen. Man darf gespannt sein wie das Thema weitergeht.