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Donnerstag, 15. Mai 2014

Direktbanken hübschen Girokonto auf

Während bei den Tagesgeldkonten seit gefühlt einer Ewigkeit keine Neuigkeiten mehr aufkamen, geben die Banken nun beim Girokonto richtig Gas. Ab 16. Mai erhöhen gleich 2 Direktbanken, das Startguthaben beim Girokonto mit Gehaltseingang. Die Münchner Direktbank DAB hatte erst vor einem Monat die Gehaltsprämie von 50 € auf 70 € angehoben - der gewünschte Effekt scheint ausgeblieben zu sein. Die Prämie von 70 € sollte für alle gelten, die das Konto bis Ende Juni eröffnen - doch nun - Mitte Mai - wird die Prämie um nochmal 20 € auf insgesamt 90 € Prämie angehoben. Einzige Bedingung ist es, innerhalb der ersten 6 Monate nach Kontoeröffnung, 3 aufeinanderfolgende Gehaltseingänge über 800 € zu verzeichnen. Im siebten Monat gibt es dann die Prämie.

Ebenfalls die Prämie erhöhen, will die Frankfurter Direktbank 1822 Direkt. Die Tochter der Frankfurter Sparkasse bietet aktuell noch 50 € für Neukunden bei Gehaltseingang auf dem Girokonto. Die Erhöhung auf 80 € schein genau auf den Wettbewerb abgestimmt zu sein - schließlich bieten aktuell auch schon die ING-DiBa 75 € für Neukunden mit Gehaltseingang und eben bis heute die DAB 70 € (ab morgen aber dummerweise 90 €).

Worauf ist dieses Verhalten zurückzuführen? Aktuell wirbt auch die Commerzbank noch stärker um Girokonto Neukunden. Nachdem das Modell der Tochter Comdirect erfolgreich kopiert wurde, bietet die Commerzbank nun "für kurze Zeit" sogar 100 € für Neukunden, die bestimmte Bedingungen erfüllen. Klar, dass das auch auf die Direktbanken Einfluss hat.

Sehr interessant dabei ist, dass die DKB sich nach wie vor nicht auf diese Prämienspielereien einlässt. Neukunden bei der DKB erhalten keine Prämie - aber ein sehr gutes Konto. Das ist vermutlich der Lohn dafür, dass die DKB bereits seit fast acht Jahren mit diesem Kontomodell am Markt ist - Girokonto - Newcomer wie die DAB müssen sich da eben etwas einfallen lassen ;-)

Schwer scheint es auch die Volkswagen Bank mit dem Girokonto gehabt zu haben. Die Bank verlangt für ein kostenloses Girokonto einen Mindestgeldeingang von monatlich 1.000 € und bis vor kurzem kostetet die Visakarte noch stolze 33 € Jahresgebühr - durchaus verständlich, wenn angesichts vieler Girokonten inklusive kostenloser Kreditkarte viele Kunden die Volkswagenbank igonrieren. Doch auch hier hat die Bank nun gegen gesteuert. Inzwischen gibt es zum Girokonto die kostenlose Visa Pur dazu, mit der man sogar in Euro Ländern kostenlos Geld abheben kann.

Mittwoch, 23. April 2014

Die Commerzbank hätte gern ein Gesetz mehr - zulasten eines anderen

Wie heute in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auf Seite 23 bzw online hier zu lesen ist, sprach sich der Vorstandsvorsitzende der Commerzbank in einem Interview mit "Bild" für ein Gesetz gegen dauerhaft Disponutzung aus. Dem Artikel nach, fände er es gut, wenn Banken verpflichtet wären, nach 10 Tagen Disponutzung Ihre Kunden darüber zu informieren - vorzugsweise per SMS oder Email. Altruistische Idee dabei: Dann könnte die Bank mit den Kunden über günstigere Kredite reden. In dem Artikel wird berechtigter Weise gleich gefragt, warum die Commerzbank dafür ein Gesetz braucht und nicht einfach von alleine ihre Kunden bei Dispo-Nutzung informiert. Auch dafür wird die Antwort direkt geliefert: "Man habe nicht von jedem Kunden die Emailadresse oder Handynummer." Was in dem Artikel nicht steht: Banken brauchen von Kunden die Erlaubnis um mit Werbung auf sie zuzugehen. Gemäß dem Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb "stellt es für den Verbraucher eine unzumutbare Belästigung dar, wenn er ohne seine vorherige ausdrückliche Einwilligung Werbung per E-Mail oder Telefon erhält." Nun kann man sich nach heutiger Gesetzeslage fragen, ob die blose Information über eine Disponutzung per SMS oder Email eigentlich Werbung oder Service ist - vielleicht noch Service - kämen aber die günstigen Kredite zur Sprache wäre es sicherlich Werbung, da nicht jeder Ratenkredit wirklich benötigt wird oder billiger ist als eine - vielleicht doch nur kurze - Disponutzung.
Da wäre es aus Sicht der Commerzbank doch wohl recht schön, wenn man sogar zu Cross Selling per Gesetz verpflichtet wäre und den Kunden über ein Kreditangebot informieren müsste.
Viel verbraucherfreundlicher und weniger "staatstragend" gehen andere Banken an das Thema heran. Banken wie ING-DiBa, 1822 direkt und einige genossenschaftliche Banken haben in den letzen Wochen und Monaten bekannt gegeben, auf die Überziehungszinsen bei Überschreitung des Disporahmens zu verzichten. Hier verlangt die Commerzbank laut Preisaushang vom 17.04.2014 bis zu 17,40% p.a. - Wenn man sich nun noch überlegt, dass es Banken und Direktbanken gibt, deren Dispozinsen günstiger sind als die Ratenkreditzinsen bei einigen Banken, dann erkennt man, dass es bei dem ganzen Thema eigentlich eine einfachere Lösung gäbe: Nämlich Konditionen und Zinsen vergleichen, nicht unbedingt von der höchsten Prämie beim Girokonto verleiten lassen - und gegebenenfalls wechseln.

Montag, 2. September 2013

Deutsche Bank mit Neukundenangebot und Homepage Relaunch, Commerzbank mit interessantem Premiumkonto

Die Deutsche Bank hatte auf Ihrer Webseite bereits angekündigt einen Relaunch der Homepage durchzuführen. Nun war es also so weit. Gefühlt etwas grau und düster - schöner Einstieg in den Herbst. Auf den ersten Blick spannend ist auch, dass die Deutsche Bank seit langer Zeit mal wieder ein echtes Neukundenangebot auf der eigenen Homepage hat. Das dürfte zeigen, dass auch die Deutsche Bank das dringende Bedürfnis hat im Privatkundengeschäft zu wachsen (bzw. mit neuen Kunden, alte zu ersetzen). Ob dieses Angebot jedoch ziehen wird, ist fraglich. Zumindest online. Wer durch die Straßen läuft, lässt sich vielleicht vom Schaufenster Zins auf die Sparcard beeindrucken - wer online vergleicht, wird müde abwinken. So ist es nur konsequent, dass das Angebot ausschließlich in Filialen zu bekommen ist - sicher auch, weil man inzwischen gemerkt hat, das Online Banking zwar Kosten spart, aber auch Kundenkontakte reduziert. Online können schließlich andere auch zu (k)einem anderen Preis.
Was beinhaltet also dieses Angebot? Wer ein Deutsche Bank Girokonto als Gehaltskonto abschließt erhält für 6 Monate garantiert 1,15% p.a. Zins auf sein Sparcard Konto. (Ja richtig, Sparcard, nicht Tagesgeld, also mit Kündigungsfrist, Vorschusszinsen usw.). Gut, die Hürde ist eigentlich nicht so groß - aber lohnt es sich für 1,15% sein Gehaltskonto zu wechseln? Eigentlich nicht. Denn die Zinsen gibt es nur bis zu 25.000 € Guthaben. Und danach gehts abwärts. Nicht moderat, wie bei vielen Direktbanken sondern steil. Nach dem 6. Monat erhält man als Kunde nur noch 0,15% p.a. auf die Sparcard. Zinsmarge und EZB Leitzins hin oder her - das lohnt sich nicht. Die Girokonten sind leider auch kein Grund zu wechseln. Ja die Technik funktioniert, ja das Online Banking ist super, ja es gibt Filialen in denen man Geld einzahlen kann, ja man kann sogar weltweit kostenlos Geld abheben. Gutes Stichwort. Weltweit kostenlos Geld abheben war vor 15 Jahren mal ein echt geiler Service. Ich war selbst mal stolz mit der EC Karte der Deutschen Bank in Frankreich am Geldautomaten der BNP Paribas kostenlos Bargeld abzuheben. Was für ein Service, den nur eine international vernetzte Bank liefern kann - dachte ich damals. Was ist seitdem passiert? Nunja. Bei der Deutschen Bank nicht viel. Am Markt schon. Mindestens 5 Direktbanken bieten inzwischen weltweit kostenlose Bargeldabhebungen mithilfe von kostenlosen Kreditkarten an - und meinen das auch so. Man kann sich den Geldautomaten aussuchen - und Fremdgebühren bekommt man sogar bei einigen Banken noch erstattet. Das alles zum kostenlosen Girokonto. Die Girokonten der Deutschen Bank kosten allerdings nicht nur die Deutsche Bank Geld, sondern auch die Kunden. Wahlweise 4,99€ im Monat oder 9,99€ im Monat. Dafür gibt es dann auch einen Berater, der gern etwas beraten möchte. Zusätzlich kann man übrigens auch eine Kreditkarte haben. Die kostet je nach Kontomodell was extra oder ist inklusive. Spannend, wirklich spannend, ist aber, dass diese Kreditkarten bei Zahlungen in Fremdwährung neuerdings eine Mindestgebühr von 1,5€ haben. Gut, nun sind wir Deutschen nicht so Karten-affin wie viele andere Länder. In Schweden zahlt man einen Kaffee für 10 Kronen mit Kreditkarte. Völlig normal. Kostet umgerechnet ca. 1,4 € für den Kaffee und bei deutschen Direktbanken je nach Bank 0-1,75% Gebühr. Die Deutsche Bank möchte auch 1,75% vom Umsatz. Aber nur, wenn mindestns 1,5€ Gebühr bei raus kommen - sonst reichen die 1,5 €. Für Deutsche Bank Kunden kostet der Kaffee in Schweden also ca. 2,90 €. So wird man seine Kunden sicherlich nicht zu Kartenzahlern machen.

Es ist spannend zu sehen, wie behäbig eine ehemalige Deutsche Bank 24 auf den sich so schnell verändernden Markt reagiert. Was ist aus der Bank24 geworden, was ist aus Moneyshelf geworden und was ist mit Maxblue? Es gab Zeiten, da gab die Deutsche Bank im Privatkundengeschäft mit Innovationen und Leistungen (aus Leidenschaft) den Ton an. Und jetzt? Man kauft sich verloren gegangene Kunden (Postbank+Norisbank) und verwaltet die Reste. (Postbank=Norisbank?).

Übrigens die Comdirect Bank bietet seit heute 100 € für Neukunden. Die ING DiBa 75 €. Die DAB Bank 70 €. ...

Aber immerhin, die Deutsche Bank ist nicht hinten. Es gibt ja auch noch die Commerzbank. Die hat offenbar den Schuss schon gehört und seit kurzem ein schönes neues Kontomodell eingeführt. So neu, dass es das Konto noch nicht in die Menu-Führung der Webseite geschafft hat.(links im Bild - Update: Das Premiumkonto wurde interessanter Weise einen Tag nach diesem Post in die Menu-Struktur der Commerzbank Webseite eingefügt :-) )
Heißt Premium und kostet auch Premium. Steht deswegen natürlich auch auf der Karte. Premium ist das neue Gold.
Preislich an das Best-Konto der Deutschen Bank angelehnt kostet es ebenfalls 9,99 € im Monat. 
Zugegeben, das Konto kann ein bißchen mehr als das Best Konto der Deutschen Bank. Es bietet eine Kreditkarte mit der man weltweit kostenlos Geld abheben kann. Na endlich kommt das in den Filialbanken mal an. Aber für knapp 120 € im Jahr? Kostenlos kann sehr unterschiedliche Kosten haben. Auch der Dispokredit mit 9,90% p.a. sieht für eine Filialbank fair aus - fair. Naja. Laut Preis-Verzeichnis gilt der Zins nur für Neugeschäft. Vergessen wir das fair. Sagen wir 9,9% sieht gut aus.  In Kombination mit der Auslandskrankenversicherung und vielfältigen Versicherungsleistungen - die unabhängig vom Karteneinsatz dabei sind - sieht das Modell dann gar nicht so schlecht aus. Damit positioniert sich das Konto auch gleich noch gegen die Lufthansa Miles & More Kreditkarten. Und damit das auch jeder mitkriegt, legt die Commerzbank auch noch 10.000 Lufthansa Meilen oben drauf. Diesmal nicht ausschließlich über den Kanal Miles&More Webseite, wie das einige andere Unternehmen machen - sondern auch direkt über die Commerzbank Webseite. Das ist dann schon irgendwie fair. Wird der Lufthansa wohl auch Neukunden bringen. Dass allerdings nirgends steht was man für die Meilen nun konkret und wie lange tun muss, ist weniger fair. Schlaumeier werden natürlich die Rechnung aufmachen, wieviele Monate Kontoführungsgebühr 10.000 Prämienmeilen bei der Lufthansa wert wären... Rechnen kann ja jeder selbst.

Donnerstag, 24. Januar 2013

Allianz Bank stellt Geschäft zum Juli 2013 ein

Die Allianzbank mit immerhin 350.000 Kunden in Deutschland wird zum Juli ihre Tätigkeit einstellen. Das stand heute auf handelsblatt.com zu lesen. Damit ist das 4 jährige Abenteuer Allianzbank gescheitert. Äusserst interessant an der Mitteilung ist, dass sich scheinbar 325.000 Kunden relativ schnell eine neue Bankverbindung suchen müssen und es keine generelle Lösung wie zum Beispiel den Verkauf des Instituts oder des Bestands gibt. (Stand jetzt) Aber vielleicht finden sich ja noch Interessenten. Wie man in diesen Tagen liest haben ja diverse Filialbanken aktuell mit Überkapazitäten zu tun. Vielleicht kauft man lieber 325.000 Kunden dazu, statt Mitarbeiter zu entlassen. Aber wer weiß schon was sich hinter 325.000 Kunden verbirgt und wie aktiv diese Kundenverbindungen tatsächlich sind...

Sonntag, 19. August 2012

Direktbanken Tipp für Geldeinzahler

Viele Bankkunden in Deutschland sind Kunden einer Direktbank. Die Institute bieten in der Regel eine flächendeckende, kostenfreie Versorgung mit Bargeld. Anders sieht es jedoch aus, wenn ein Direktbankenkunde Bargeld einzahlen möchte. Da müssen die meisten Kunden passen. Bisher proftierte hier vor allem die Comdirect Bank von der Kooperation mit ihrer Mutter der Commerzbank. Comdirect Kunden können gebührenfrei in Commerzbank Filialen Geld einzahlen und auch die Einzahlungsautomaten nutzen.
Nachdem seit Anfang August die Deutsche Bank Tochter Norisbank zu einer reinen Direktbank umgebaut wird, bietet sich Interessierten noch eine weitere Bank. Auch als Norisbankkunde können Sie die ca. 700 Einzahlungsautomaten der bundesweiten Deutsche Bank Filialen nutzen. Im Gegensatz zur Comdirect/Commerzbank, sind bei Norisbank/Deutsche Bank Einzahlungen aber ausschließlich an den Automaten möglich.